Salome ist ein packendes psychologisches Drama über Obsession, Begierde und tragisches Schicksal, inspiriert von der biblischen Geschichte der Prinzessin Salome.
Im Palast von König Herodes wird Salome von dem eingekerkerten Propheten Jochanaan (Johannes der Täufer) fasziniert, dessen unerschütterlicher Glaube und moralische Stärke in starkem Kontrast zum korrupten Hof um ihn herum stehen. Obwohl sie ihn leidenschaftlich begehrt, weist Jochanaan ihre Annäherungsversuche zurück und verurteilt die Dekadenz von Herodes' Königreich.
Unterdessen wird Herodes zunehmend von Salome gefesselt und bittet sie, für ihn zu tanzen. Sie willigt ein und führt den faszinierenden Tanz der sieben Schleier auf, jedoch nur unter der Bedingung, dass Herodes ihr jeden Wunsch erfüllt. Zum Entsetzen des Hofes fordert Salome den Kopf von Jochanaan auf einem Silbertablett.
Als ihr Wunsch erfüllt wird, umarmt Salome den abgeschlagenen Kopf und erklärt ihre Liebe zu dem Propheten. Entsetzt über ihre Besessenheit befiehlt Herodes seinen Soldaten, sie zu töten, was die Oper zu ihrem schockierenden und unvergesslichen Ende führt.
Das Wesentliche
Salome ist eine der gewagtesten und einflussreichsten Opern des zwanzigsten Jahrhunderts, bekannt für ihre elektrisierende Orchestrierung, ihr intensives psychologisches Drama und ihre überwältigende emotionale Kraft. Durch ihre eindringliche Musik und kraftvolle Symbolik erforscht die Oper Obsession, Begierde, Unschuld, Korruption und die zerstörerischen Konsequenzen unkontrollierter Leidenschaft und kulminiert in einem der unvergesslichsten Finales der Operngeschichte.
Komponist: Richard Strauss
Libretto: Adaptiert von Richard Strauss nach Salomé
Uraufführung: 1905, Dresden
Stil: Oper in einem Akt
Text: Oscar Wilde
Übersetzung: von Hedwig Lachmann
Wiener Staatsoper: Ein erstklassiger Veranstaltungsort für Oper und Ballett im Herzen Wiens
An der zentralen Ringstraße Wiens gelegen, steht die Wiener Staatsoper als Höhepunkt der weltweiten Opernspielstätten und als bedeutendes kulturelles Symbol Österreichs. Sie rühmt sich einer Tradition erstklassiger Opernaufführungen mit globalen Stars und einer renommierten Ballettkompanie.
Eröffnet im Jahr 1869, ist das Opernhaus zum Inbegriff musikalischer Brillanz und künstlerischer Meisterschaft geworden und zeigt ein breites Spektrum an Aufführungen von klassischen Opernwerken bis hin zu modernen Kompositionen. Jedes Jahr werden über 300 Veranstaltungen ausgerichtet, darunter berühmte Opern wie Mozarts „Die Zauberflöte“, Verdis „La Traviata“ und Puccinis „Tosca“.
Die Wiener Staatsoper beherbergt auch das angesehene Wiener Staatsballett, das für seine Aufführungen im klassischen und modernen Tanz gefeiert wird. Der jährliche Wiener Opernball, ein bedeutendes und international anerkanntes gesellschaftliches Ereignis, ist ein weiteres Highlight des Kulturkalenders.
Kapazität: 2.284 Plätze (davon 1.709 Sitzplätze, 567 Stehplätze, 4 Rollstuhlplätze und 4 Begleitplätze).